Windenergie

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG): Windenergie an Land

Fördergegenstand und -bedingungen

Neue Anlagen > 1.000 kW (Ausnahmen: Pilotwindenergieanlagen, sowie Übergangsanlagen)

  • der Förderanspruch sowie die Höhe der Vergütung wird über Ausschreibungen (pay-as-bid-Verfahren) bestimmt
  • Ausschreibungstermine: jeweils 1. Februar / 1. Mai / 1. August und 1. November
  • Die Bundesnetzagentur gibt fünf bis acht Wochen vor dem jeweiligen Termin die wichtigsten Parameter der Ausschreibungsrunde im Internet bekannt
  • Höchstgebotwert für den Referenzstandort in 2023: 7,35 Cent / kWh
  • Voraussetzungen zur Teilnahme an den Auktionen: Vorliegen der BImSchG-Genehmigung und Meldung an das Register der BNetzA spätestens drei Wochen vor Auktion; Erstsicherheit in Höhe von 30 Euro / kW
  • Vergütung erfolgt nach geförderter Direktvermarktung; Anlagenbetreiber erhalten eine gleitende Marktprämie = Differenz zwischen Börsenstrompreis (Monatsmarktwert) und dem individuellen Zuschlagswert aus der Auktion
  • Zuschlag ist nicht übertragbar auf einen anderen Standort
  • Vergleich unterschiedlicher Standortqualitäten erfolgt über das einstufige Referenzertragsmodell
    • Zur Bestimmung der tatsächlichen Vergütungshöhe für die einzelnen Gebote werden diese mit standortabhängigem Korrekturfaktor (§ 36h EEG) multipliziert. Liegt die Standortqualität unter 100 %, wird der Gebotswert angehoben, liegt sie jedoch über 100 Prozent, wird der Gebotswert für die eingespeiste Kilowattstunde gesenkt
    • Einstufung basiert auf zwei unabhängigen Windgutachten

Neue kleine Anlagen < 1.000 kW, Pilotanlagen und Übergangsanlagen

  • anzulegender Wert in 2023: 5,88 Cent / kWh (wird bestimmt durch den Durchschnitt der jeweils höchsten noch bezuschlagten Gebote aller Ausschreibungen für Windenergie an Land aus dem Vorvorjahr)
  • > 100 kW: Pflicht zur Direktvermarktung
  • < 100 kW (Kleinwindanlagen): Einspeisevergütung
  • seit 2019 gilt für alle dann in Betrieb genommenen Anlagen das einstufige Referenzertragsmodell
  • für Anlagen <= 50 kW wird für die Berechnung des anzulegenden Werts angenommen, dass ihr Ertrag 60 Prozent des Referenzertrags beträgt
  • Dauer der Vergütung: 20 Jahre zzgl. Installationsjahr (anteilmäßig)

Gesonderte Bedingungen für Bürgerenergieanlagen

  • Neue Bürgerenergiegesellschaften müssen nicht an der Ausschreibung teilnehmen sondern können eine Vergütung nach § 46 EEG in Anspruch nehmen
  • dies gilt für Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von maximal 18 MW, wenn die Gesellschaft in den vergangenen 5 Jahren keinen Windenergieanlage errichten hat
  • Ausnahmeregelung erfordert, dass spätestens 3 Wochen nach Erteilung der immisionsschutzrechtlichen Genehmigung der Bundesnetzagentur mitgeteilt wird, dass die Anlage eine Bürgerenergiegesellschaft ist und die entsprechende Definition erfüllt
  • Definition einer Bürgerenergiegesellschaft nach § 3 Nr. 15
    • min. 50 natürliche Personen als stimmberechtigte Gesellschaftsmitglieder
    • min. 75 % der Stimmrechte liegen bei natürlichen Personen liegen, die ihren Wohnsitz in einem Umkreis von 50 km um die geplante Anlage haben
    • Stimmrecht, die nicht bei natürlichen Personen liegen, dürfen ausschließlich bei Kleinstunternehmen, kleinen oder mittleren Unternehmen oder kommunalen Gebietskörperschaften liegen
    • kein Mitglied hält mehr als zehn Prozent der Stimmrechte an der Gesellschaft

Weitere Infor­ma­tionen

Informationen der Bundesnetzagentur zu Ausschreibungen für Windenergie an Land

https://link.energy4climate.nrw/AjGiUa

Information der Bundesnetzagentur zum anzulegenden Wert für Anlagen bis 1 MW

https://link.energy4climate.nrw/UDTGI3

Förderart
  • Vergütung
Förderinhalt

Strom aus Windenergieanlagen an Land

Antragsteller
  • Gemeinnützige Organisation
  • Kommune
  • Privatperson
  • Unternehmen
Antragstelle

Stromnetzbetreiber, Bundesnetzagentur

Fördergeber
  • Bund
Stand

07.02.2024

KfW: Klimaschutzoffensive für Unternehmen

Fördergegenstand und -bedingungen

Mit der Klimaschutzoffensive für den Mittel­stand fördert die KfW Investitionen in Maß­nahmen zur Verr­ingerung, Ver­meidung und Abbau von Treibhausgas­emissionen um die mittel­ständischen Unternehmen an die kommende EU-Taxonomie für klima­freundliche Aktivitäten heran­zuführen.

Gefördert werden:

Modul A: Herstellung klimafreundlicher Technologien z.B.

  • Erneuerbare-Energien-Anlagen
  • Anlagen zur Erzeugung von Wasserstoff
  • emissionsarme Fahrzeuge
  • energieeffiziente Gebäudetechnik
  • Batterien

Modul B: klimafreundliche Produktions­verfahren in energieintensiven Industrien

  • Minderung der Treibhausgasemissionen energieintensiver Prozesse z. B.: Zement, Aluminium, Eisen und Stahl

Modul C: Energieversorgung, z.B.

  • Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien
  • Maßnahmen zum Ausbau der Strom­übertragungs-und -verteilnetze
  • Energiespeicher
  • Herstellung von Treibstoffen
  • Gas- und Wärmenetze
  • Ausbau, Umrüstung sowie Sanierung von Gas-, Wärme-und Kälte­netzen
  • CO2-arme Wärme­erzeugung und Kraft-Wärme-Kopplung

Modul D: Wasser, Abwasser, Abfall­

  • Maßnahmen zur Trinkwasser­bereitstellung und Abwasser­behandlung, inklusive Einrichtungen zur Sammlung und Verteilung
  • Neu­errichtung von Anlagen zur Sammlung und Verwertung von Abfällen

Modul E: Transport und Speicherung von CO2

  • Neubau von CO2-Pipelines und Nach­rüstung von Gas­netzen zum Transport von CO2
  • unterirdische dauerhafte geologische Speicherung von CO2

Modul F: integrierte Mobilitätsvorhaben (ausschließlich in Verbindung mit mind. einer Maßnahme aus einem anderen Modul), z.B.:

  • Elektro-Autos, E-LKW und E-Busse
  • elektrisch betriebene Züge, Straßen-und U-Bahnen
  • CO2-arme Passagier-und Güterschiffe
  • Ladestationen und Wasserstoff­tankstellen
  • Radwege, Schienen, Fußwege

Modul G: Green IT

  • Datenverarbeitung, Hosting und damit verbundene Tätigkeiten
  • datengesteuerte Lösungen zur Treibhausgasemissionsreduzierung

zusätzlich förderfähige Aufwendungen

  • Planungs- und Umsetzungsbegleitung
  • Gutachten und Nachweise erstellen (einhalten von technischen Mindestanforderungen)

Antragsberechtigt sind:

  • Für Vorhaben in Deutschland:
    • natürliche, juristische Personen und rechtsfähige Personengesellschaften mit mehrheitlich privatrechtlicher Beteiligung mit Unternehmenssitz in Deutschland oder im Ausland
    • jursitische Personen und rechtsfähige Personengesellschaften mit mehrheitlich kommunaler Beteiligung

  • Für Vorhaben innerhalb der EU:
    • Unternehmen mit Unternehmenssitz in Deutschland
    • Tochtergesellschaften deutscher Unternehmen mit Unternehmenssitz in der EU
    • Joint Ventures in der EU mit eigener Rechtspersönlichkeit und maßgeblicher deutscher Beteiligung von mindestens 25%

Förderhöhe

  • Förderhöhe: bis zu 25 Mio. Euro pro Vorhaben
  • Kredit bis zu 100 % der förder­fähigen Investitionskosten
  • Die Auszahlung erfolgt zu 100% des zugesagten Betrags
  • Informationen zu Lauf­zeiten und Zinsen sind auf der Website der KfW abrufbar

Kumu­lier­bar­keit

  • Kombinationen mit anderen öffentlichen Fördermitteln (Kredite, Zulagen und Zuschüsse) ist unter Beachtung der EU-Beihilfegrenzen möglich.
  • Summe der Förderzusagen dürfen förderfähige Kosten nicht übersteigen
  • Kumulierung nicht möglich für Stromerzeugungsanlagen, die nach EEG oder KWKG mit einer Einspeisevergütung gefördert werden
  • Für Elektrofahrzeuge ist die gleichzeitige Inanspruchnahme der Klimaschutzoffensive für Unternehmen und dem beim BAFA zu beantragenden Umweltbonus möglich

Weitere Infor­ma­tionen

Weitere Informationen und Antragsunterlagen:

https://link.energy4climate.nrw/gTofcb

Förderart
  • Kredit
  • Zuschuss
Förderinhalt

Errichtung und Erwerb förderfähiger Anlagen zur Verringerung, Vermeidung und Abbau von Treibhausgasemissionen

Antragsteller
  • Kommune
  • Unternehmen
Antragstelle

KfW

Fördergeber
  • Bund
Stand

13.04.2023

Landwirtschaftliche Rentenbank: Energie vom Land

Fördergegenstand und -bedingungen

Förderung zu Top Konditionen der Landwirtschaflichen Rentenbank (Nr. 255):

  • Investitionen in die Erzeugung, Speicherung und Verteilung von Bioenergie (z. B. Biogasanlagen, Biomasseheizkraftwerke, Holzvergaseranlagen, Anlagen zur Erzeugung biogener Kraftstoffe oder Nahwärmenetze)
  • Investitionen in tätige Beteiligungen an Unternehmen der Bioenergieproduktion
  • Investitionen in die Speicherung und Verteilung von erneuerbaren Energien, deren Erzeugung über das Programm förderfähig ist, inkl. der Erzeugung von grünem Wasserstoff

Förderung zu Basis Konditionen der Landwirtschafllichen Rentenbank (Nr. 256):

  • Investitionen in Photovoltaikanlagen auf agrarwirtschaftlich oder ehemals agrarwirtschaftlich genutzten Gebäuden
  • Investitionen in Photovoltaik-Anlagen auf Gebäuden von Kommunen, kommunalnahen Unternehmen, gemeinnützigen Organisationen und Vereinen des öffentlichen Lebens
    im ländlichen Raum. Die Investitionen müssen im ländlichen Raum stattfinden.
  • Investitionen in Photovoltaik-Aufdachanlagen oder Floating-Photovoltaik-Anlagen von Unternehmen der landwirtschaftlichen Primärproduktion, der Forstwirtschaft und der
    Fischwirtschaft sowie der Agrar- und Ernährungswirtschaft und Unternehmen, die zu mindestens 50 % Unternehmern der landwirtschaftlichen Primärproduktion, der Forstwirtschaft
    und der Fischwirtschaft sowie der Agrar- und Ernährungswirtschaft gehören.
  • Photovoltaik-Freiflächenanlagen von Landwirten oder Unternehmen, die zu mindestens 50% agrarwirtschaftlichen Akteuren gehören
  • Windenergieanlagen von Landwirten oder Unternehmen, die zu mindestens 50% agrarwirtschaftlichen Akteuren gehören
  • Bürgerwindparks von Unternehmen, die zu mindestens 50 % von Bürgern und Grundstückseigentümern vor Ort gehalten werden
  • Windenergieanlagen von Bürgerenergiegesellschaften im Sinne des EEG 2017
  • Windenergieanlagen, die sich zu mindestens 50 % im Besitz ländlicher Kommunen (oder kommunaler Unternehmen) vor Ort befinden
  • Investitionen in sonstige Technologien zur Erzeugung von Strom oder Wärme auf Basis erneuerbarer Energien (Wasserkraft, Erdwärme), die Kommunen oder kommunalen Unternehmen oder die zu mindestens 50% agrarwirtschaftlichen Akteuren gehören.
  • Investitionen in tätige Beteiligungen von Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft an Unternehmen der Produktion von Unternehmen der Strom- und Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien

Antrag ist vor Beginn des Vorhabens bei einem Kreditinstitut zu stellen

Förderhöhe

  • Kreditbetrag: max. 10 Mio. Euro / Kreditnehmer und Jahr, sowie Einzelfälle die darüber hinaus gehen
  • Zinssatz abhängig von Bonität und Besicherung

Kumu­lier­bar­keit


Weitere Infor­ma­tionen

Weitere Informationen, Richtlinie und Antragsunterlagen:

https://link.energy4climate.nrw/VDvX47

Kontakt:
Landwirtschaftliche Rentenbank, Tel: 069 2107-700

Förderart
  • Kredit
Förderinhalt

Erzeugung, Speicherung, Verteilung erneuerbarer Energien

Antragsteller
  • Kommune
  • Unternehmen
Antragstelle

Banken und Sparkassen

Fördergeber
  • Bund
Stand

03.04.2023

NRW.Energy4Climate übernimmt trotz großer Sorgfalt keine Gewähr für Vollständigkeit / Richtigkeit dieser Information.

Bevor Sie ein Vorhaben beginnen, sollten Sie sich unbedingt bei den Fördergebern über die vollständigen Voraussetzungen informieren.